seit fast 100 Jahren prägt die historisch gewachsene Gehölz-, Wiesen- und Mietergartenfläche im Hinterhof der Elsa-Brändström-Straße 206 – 215 und Robert-Koch-Straße 1 das Wohnumfeld vieler Menschen. Die Größe der Fläche beträgt ca. 2.475,00 m². Sie ist Lebens- und Rückzugsraum für Tiere, Pflanzen und Pilze, Ort der Erholung und Begegnung sowie ein lebendiges Zeugnis der Stadt- und Sozialgeschichte Halles.
Doch dieses wertvolle Stück Natur und Geschichte ist akut bedroht. Die kommenden Wochen können darüber entscheiden, ob dieser gewachsene Natur- und Lebensraum erhalten bleibt oder durch weitere Versiegelung und Bebauung dauerhaft verloren geht.
Um notwendige rechtliche Schritte und mögliche Klagen zum Schutz dieser Fläche finanzieren zu können, benötigt die Bürgerinitiative „Mietergärten bewahren statt befahren“ dringend finanzielle Unterstützung. Nur mit ausreichenden Mitteln können wir unsere Interessen wirksam vertreten und den Erhalt dieses wertvollen Areals sichern.
Für zweckgebundene Spenden steht folgende Bankverbindung des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – zur Verfügung:
Jede Spende hilft dabei, die Finanzierung notwendiger Rechtsmittel zu ermöglichen und den Einsatz für den Erhalt der Gehölz-, Wiesen- und Mietergartenfläche fortzuführen.
Diese Fläche leistet einen wichtigen Beitrag zum Stadtklima, zur Artenvielfalt und zur Lebensqualität im Quartier. Sie speichert Regenwasser, verbessert die Luftqualität, bietet Schatten an heißen Tagen und schafft Raum für Naturerlebnisse mitten in der Stadt. Ihr Verlust wäre nicht nur ein Verlust für die Anwohnerinnen und Anwohner, sondern für die gesamte Stadt Halle (Saale). Unser besonderer Dank gilt der Initiative „Pro Baum“ und dem Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – für ihre Unterstützung und Engagement. Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, weitere unnötige Flächenversiegelungen zu verhindern und wertvolle Grün- und Lebensräume für kommende Generationen zu bewahren.
Bitte unterstützen Sie unseren Einsatz mit Ihrer Spende. Jeder Beitrag – unabhängig von seiner Höhe – hilft, die notwendigen Schritte zum Schutz dieser einzigartigen Fläche zu ermöglichen.
Herzlichen Dank für Ihre Solidarität und Ihre Unterstützung.
Bekanntlich ergaben sich mit dem Abzug der sowjetischen Streitkräfte bis zum Juli 1991 aus der Stadt Halle (Saale) auch für die einstige Garnison im heutigen Stadtteil Heide-Süd neue Entwicklungschancen. Dazu zählte nach Auffassung des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – die Wiederherstellung eines offenen, landschaftlich und ökologisch sehr vielfältigen Tals des Saugrabens bzw. Nördlichen Kolonistengrabens. Dieser Landschafts- und Naturraum, welcher u.a. die Saaleaue, den Graebsee, die Dölauer Heide und die Grün- und Parkanlagen in Heide-Süd und Halle-Neustadt als Biotop- und Grünverbundraum sowie Kaltluftentstehungsgebiet und -korridor miteinander verbindet, ist von einer umfassenden Arten- und Strukturvielfalt gekennzeichnet. So prägen Wald- und Gehölzstandorte, Wiesen, Standgewässer, mit dem Saugraben bzw. nördlichen Kolonistengraben ein periodisch gefülltes Fließgewässer, Streuobstwiesen und Hochstaudenflächen diese sehr wertvolle Umwelt, Natur und Landschaft. Sie dient zudem für die Bevölkerung in Heide-Süd und Halle-Neustadt als Erholungsraum. Das muss die Grundlage jeglicher Planungen und Handlungen sein. Perspektivisch gilt es über Unterschutzstellungen nachzudenken, wozu u.a. ein zusammenhängendes Landschaftsschutzgebiet „Saugrabental/Weinbergwiesen“ gehören kann. Die Basis bildete u.a., dass nach zahlreichen und zähen Debatten die hallesche Stadtpolitik im Frühjahr 1995 diesen sehr wichtigen Biotop- und Grünverbund sowie Kaltluft- bzw. Frischluftkorridor wiederentstehen zu lassen und von Bebauung freizuhalten. Mit dem Straßenkorridor der Blücherstraße besteht jedoch eine nicht zu unterschätzende Zerschneidungsfunktion. Ferner konnten es sich die Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) nicht verkneifen immer wieder massiv in das Fließgewässer und sein Tal mit Verschotterungen sowie übermäßiger Mahd der Wiesen und Schilfbestände einzugreifen. Darüber hinaus fand bzw. findet eine schrittweise weitere Heranführung neuer Wohnbebauungen von Heide-Süd an das Tal statt. Ebenso zerstörte man bereits im September 2015 im Bereich der Kreuzung Blücherstraße/Begonienstraße eine wertvolle Wiese, um dort einen neuen Parkplatz für die nunmehrige Eissporthalle zu errichten. Diese Wiese grenzte nicht nur an Gehölzstrukturen und somit an das sich entwickelnde Gefüge des Saugrabens, sondern stellte bisher in der Blühphase Insekten zahlreich Nahrung zur Verfügung und bot Hasen Nahrung und Trocknungsfläche nach Niederschlägen. Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – wies bereits u.a. mit Presseerklärungen vom 16.08.2015, 26.09.2015 und 24.06.2026 auf diese skandalöse Zerstörung und Vernichtung von Umwelt, Natur und Landschaft in der Aue von Saale und Saugraben hin.
Die Stadt Halle (Saale) verkündete am 27.01.2025 u.a. folgendes, Zitat: „An der Halle entstehen 257 Parkplätze und 184 Fahrradabstellplätze.“, Zitat Ende
Auf dieser Basis baute man auf einer nach eigenen Messung 147,86 m x 22,95 m = 3.393,39 m² großen, einstigen arten- und strukturreichen Wiese diesen Skandalparkplatz noch umfassender und dauerhafter aus. Die obengenannten Kriterien spielten bzw. spielen offensichtlich bei den dafür Verantwortlichen keine Rolle. Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – muss daher feststellen, dass wieder eine Wiese Bulldozern, Schotter, Beton und später abgestellten Autos zum Opfer gefallen ist. Ferner versiegelte man schon grundlos und großzügig eines Wiesenbereiches für eine nunmehr eröffnete Wasserstofftankstelle. Neben den weiteren Verlust eines Lebens- und Rückzugsraum, weist der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – darauf hin, dass es sich hier durchaus um Überflutungsaum der Saale handelt. In dem Blickwinkel betrachtet, hält der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – weiterhin einen Rückbau für dringend geboten.
Zwischenzeitlich fand die Umsetzung einer weiteren Bedrohung für den freien Raum im Saugrabental statt. Nach der Fällung von 8 großen, landschaftsbestimmenden Silberweiden hat man Bau für den von der evangelischen Schulstiftung in Mitteldeutschland beabsichtigten Schulneubau umgesetzt. Dafür hatte die Stadt Halle (Saale) 16.000 m² = 1,6 ha Fläche auf den Weinbergwiesen in Heide-Süd, zur Verfügung gestellt. Die evangelische Schulstiftung in Mitteldeutschland hat so verantwortungslos eine Fläche in der Aue von Saale und Saugraben für „etwa 239 Schülerinnen und Schüler in 11 Klassen“ bauen lassen.
Kritik prallte bzw. prallt an diesen Leuten vollends ab, was von Arroganz, Ignoranz und unfassbarer Überheblichkeit zeugt. Wer so rücksichtslos mit Umwelt, Natur und Landschaften umgeht darf keinen Platz in der Bildung haben.
So hatten bereits die Vorbereitungen zum Bau auf den Weinbergwiesen zu massiven Schäden und Zerstörungen im Gehölzbestand geführt. Weitere räumliche Einschränkung des Saugrabentals mit seinen angrenzenden Gehölz-, Wiesen- Stauden-und Wasserflächen mit Feuchtgebieten sind nunmehr eingetreten.
Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – weist erneut darauf hin, dass das sowohl die Evangelische Grundschule Halle, als auch der Bereich der Kreuzung Blücherstraße/Begonienstraße Baugebiet Bestandteil der Altaue der Saale ist und zum Überflutungsgebiet der Saale gehört. Das Hochwasser im Juni 2013 hatte sich hier umfassend ausgebreitet.
Nach Auffassung des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – dient offensichtlich der brachial und rechtswidrig umgesetzte Neubau eines Deiches entlang des Nordostrandes des Gimritzer Dammes der beschleunigten Umsetzung des kirchlichen Skandalneubaus. Das Land Sachsen-Anhalt und die Stadt Halle (Saale) tragen entscheidende Mitverantwortung für die Herangehensweise. Bereits die Planung des Gimritzer Dammes, welche ein klassisches Stückwert beim falschen Umgang mit Hochwasser darstellt und man inmitten eines Klageverfahrens beim Oberverwaltungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt begann, beruht somit auf einem Konstrukt aus Unwahrheiten und Ignoranz. Nicht die Zurückhaltung des Hochwassers aus Halle-Neustadt scheint der Motor des Geschehens zu sein, sondern die Schaffung von neuem Bauland im Saugrabental/Weinbergwiesen. Das sind alles Wesenszeichen einer zerstörerischen Politik im Umgang mit Umwelt, Natur und Landschaften, welche sich beispielsweise in der Stadt Halle (Saale) in einer katastrophalen Stadtplanung manifestiert. In dem Zusammenhang weist der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – darauf hin, dass das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) zur aktuellen täglichen Neuausweisung von Siedlungs- und Verkehrsflächen in der Bundesrepublik Deutschland folgendes angibt, Zitat: „Ausweislich der amtlichen Flächenstatistik des Bundes wurden in Deutschland im Vierjahresmittel 2019 bis 2022 jeden Tag rund 52 Hektar als Siedlungsflächen und Verkehrsflächen neu ausgewiesen. Dies entspricht einer Fläche von circa 72 Fußballfeldern täglich. Damit nahm der Flächenverbrauch nach einem Anstieg im Vorjahreszeitraum (55 Hektar) nun wieder geringfügig ab. 37 Hektar der Flächenneuinanspruchnahme entfielen auf den Bereich Wohnungsbau, Industrie und Gewerbe sowie öffentliche Einrichtungen, 12 Hektar auf Sport-, Freizeit- und Erholungs- sowie Friedhofsflächen. Insgesamt machten Flächen für Siedlung und Verkehr in Deutschland im Jahr 2022 14,5 Prozent, das heißt etwa ein Siebtel der Gesamtfläche aus. Die Siedlungs- und Verkehrsfläche darf nicht mit „versiegelter Fläche“ gleichgesetzt werden, da sie auch unversiegelte Frei- und Grünflächen enthält. Nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes sind etwa 45 Prozent der Siedlungs- und Verkehrsfläche versiegelt.“, Zitat Ende Ferner ist folgendes ausgeführt, Zitat: „In der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie hat sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt, den täglichen Zuwachs an Siedlungs- und Verkehrsfläche in Deutschland von heute rund 52 Hektar pro Tag bis zum Jahr 2030 auf unter 30 Hektar pro Tag zu reduzieren, um bis zum Jahr 2050 einen Flächenverbrauch von netto Null im Sinne einer Flächenkreislaufwirtschaft zu erreichen. Dabei geht es auch um den Schutz und die Erhaltung landwirtschaftlicher Flächen.“, Zitat Ende
Das ergibt im Jahr einen Flächenverbrauch im Umfang von 18.980,00 ha. Im Vergleich dazu hat die Stadt Wanzleben-Börde eine Fläche von 18.150,00 ha = 181,15 km².
Daher sind alle neuen Flächenverbräuche in unverbauten Teilen von Umwelt, Natur und Landschaften endlich zu unterlassen und stattdessen Rückbau- und Flächenentsiegelungsmaßnahmen anzugehen.
Als ob das alles nicht reicht das Gebiet des Saugrabens und der Weinbergwiesen zu schaden und zu stören, fand nun am 10. und 11.07.2026 auch noch eine sogenannte „Spontanparty“ statt. Derartige Aktivitäten stellen nicht nur ein Lärmproblem dar, sondern stören durch die bloße Anwesenheit ein bedeutsamen Lebens- und Rückzugsraum von Fauna, Flora und Funga. Die Genehmigung durch die Verwaltung der Stadt Halle (Saale) ist daher in dem Zusammenhang als Skandal anzusehen. Wer sich mal anschauen welche Schäden „Spontanpartys“ verursachen, braucht nur die Vermüllungen, Zerstörungen an der Flora etc. auf der Ziegelwiese, am Rosa-Luxemburg-Platz u.a. betrachten. Immer mehr Umwelt, Natur und Landschaften mit solchen Veranstaltungen zu überziehen, zeugt von unverantwortlichen Handeln. Offensichtlich traut die Verwaltung der Stadt Halle (Saale) noch nicht einmal der Arbeit „Was geht? 2.0“ Die Hallesche Kinder- und Jugendstudie 2024“, welche in ihrem Auftrag das das Deutsche Jugendinstitut e.V., Außenstelle Halle (Saale) erstellt hatte. Diese sehr interessante Studie zeigt u.a. auf den Seiten 38/39 Standorte und Kategorien von Angst-Räumen hallescher Jugendliche sowie auf den Seiten 87 – 90 „Abgeleitete Handlungsempfehlungen“ auf.
Offensichtlich sollen solche „Spontanpartys“ auf Kosten von Umwelt, Natur und Landschaften von den verheerenden Kürzungen in der Kinder- und Jugendarbeit ablenken.
In dem Zusammenhang sei auf die Ausarbeitung „Straße oder Jugendclub: Reaktivierung der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit in den neuen Bundesländern“, von Werner Thole, Erscheinungsjahr: 2022/1993 verwiesen, welche sehr anschaulich eine entsprechende und entsetzliche Entwicklung beinhaltet und die daraus entstandenen Schlussfolgerungen und Vorschläge aufführt.
Anstatt sich weiter auf sogenannte „Spontanpartys“ zu fokussieren, gilt es endlich eine fundierte, vielseitige und vielfältige Kinder- und Jugendarbeit zu erhalten und noch besser, weiter zu entwickeln.
Daher fordert der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – den Landtag und die Landesregierung des Landes Sachsen-Anhalt sowie den halleschen Stadtrat sowie den Oberbürgermeister der Stadt Halle (Saale), seine Beigeordneten und seine Verwaltung auf den Schutz und Erhalt der Saale-Saugraben-Aue und Weinbergwiesen mit Gehölz-, Wiesen- Stauden-, Streuobstwiesen- und Wasserflächen mit Feuchtgebieten sowie ihrer sehr wichtigen Bedeutung als Biotop- und Grünverbund sowie Kaltluft- bzw. Frischluftkorridor zu orientieren und daher eine weitere Verbauung und Eingriffe in Umwelt, Natur und Landschaft nicht zuzulassen. Ferner gilt es sukzessive Gehölzentwicklungen nicht nur im Bestand zu erhalten, sondern auch deren Ausweitung zu fördern und zu schützen. Ferner appelliert der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – an die Verantwortlichen in Politik und Verwaltungen des Landes Sachsen-Anhalt und der Stadt Halle (Saale) sämtliche obengenannten Skandalbauten aus der Aue von Saale und Saugraben ersatzlos und unverzüglich zu entfernen sowie nicht zur Partymeile zu entwickeln.
Die Region zwischen der Stadt Burg im Landkreis Jerichower Land und der sachsen-anhaltinische Landeshauptstadt Magdeburg sind sehr stark durch den insgesamt 1.094,30 Kilometer langen Strom Elbe geprägt, welche ein Einzugsgebiet von 148.268,00 km² aufzuweisen hat.
Im Ostteil der Landeshauptstadt Magdeburg lässt sich noch deutlich die einstige Furkation der Elbe erkennen, wobei insbesondere die Alte Elbe die einstige vielfältige Struktur noch am ehesten abbildet. Mit dem ca. 125,00 ha großen, im Nordosten der Großstadt an der Grenze zur Einheitsgemeinde Biederitz gelegenen Biederitzer Busch sowie dem im Südosten befindlichen 282,25 ha großen Naturschutzgebiet „Kreuzhorst“ sind noch sehr arten- und strukturreiche Restauenwälder existent.
Dazwischen bildet insbesondere der zwischen Stromelbe und Alter Elbe ab dem Jahre 1871 als englischer Landschaftspark gestaltete, 200 ha große Rotehornpark einen sehr bedeutsamen Naherholungsraum für die Bevölkerung. Im Biosphärenreservat „Mittelelbe“ gelegen, drücken insbesondere das Naturschutzgebiet „Kreuzhorst“, die drei Landschaftsschutzgebiete „Barleber – Jersleber See und Elbniederung“, „Zuwachs – Külzauer Forst“ bzw. „Umflutehle-Külzauer Forst“ und „Mittlere Elbe“ sowie die vier Gebiete nach der europäischen Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie FFH_0199LSA „Ehle zwischen Möckern und Magdeburg“, FFH-Gebiet 0174_LSA Stromelbe im Stadtzentrum Magdeburg, FFH-Gebiet 0050_LSA_Elbaue zwischen Saalemündung und Magdeburg und FFH-Gebiet LSA Sülzetal bei Süllorf die umfassende, zum Teil territorial übergreifende Schutzwürdigkeit der Elbe und ihrer Aue aus.
Jedoch ist insbesondere im Bereich der Stromelbe deutlich eine jahrzehntelange bauliche Prägung des Flussgebietes erkennbar, welche vorrangig im Westuferbereich von Nord nach Süd mehr oder wenig flächendeckend ersichtlich ist. Somit sind der Elbe nicht nur wertvolle Natur- und Landschaftsbestandteile, sondern auch Überflutungsräume verlorengegangen. Bei einer Fahrradexkursion von Mitgliedern der vom Umweltbundesamt im Juni 2019 gemäß § 3 Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz – UmwRG anerkannten, gemeinnützigen und ehrenamtlichen Umwelt- und Naturschutzvereinigung Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – am Samstag, den 11.07.2026 entlang der Elbe zwischen den Städten Burg und Magdeburg mit Aufenthalten u.a. am Mündungsbereich der Beeke in den Elbe-Havel-Kanal, den Elbe-Havel-Kanal, an der Schleuse Hohenwarthe, auf der Kanalbrücke Magdeburg, in den Gebieten der Gemeinde Möster und der Stadt Wolmirstedt, am Mündungsbereich der Ehle, verschiedener und vielfältiger Altverläufe der Elbe, dem Gesamtgebiet der Auen von Elbe und Polstrine im Großgebiet des Biederitzer Busches sowie an der Alten Elbe in der sachsen-anhaltinischen Landeshauptstadt Magdeburg verdeutlichte erneut die umfassende Arten- und Strukturvielfalt, welche es umfassend zu schützen und zu erhalten gilt. Die etwa sechsstündige Fahrradexkursion startete am Bahnhof in Burg und führte zuerst durch den 9,50 ha großen, denkmalgeschützten Goethepark, welcher eine „grüne Achse zwischen dem Bahnhof und dem Stadtzentrum“ bildet.
Nach Auffassung des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – kann der zur Landesgartenschau 2018 umgestaltete Park noch mehr ökologische Aufwertung erfahren, wenn die Wiesen nur noch partiell und unregelmäßige Mahden im Spätsommer erfahren und insbesondere zur Blühzeit ungemäht bleiben. Somit finden Insekten und Spinnen ausreichend Nahrung und Rückzugsraum. Das trifft auch für Säugetiere, Vögel, Reptilien oder gar Amphibien zu. Eine blühende Wiese bildet zudem eine Aufwertung für das Auge und die Nase. Zudem verbleibt mehr Wasser in der Fläche und geht nicht durch verstärkte Verdunstung verloren. Eine Bedeutung für Wissenschaft und Bildung ergibt sich ebenfalls. Mit der Weiterfahrt entlang der Martin-Luther-Straße zur Aue von Beeke und Lausegraben, welche im Bereich Feldmark Lüdersdorf in den 54,00 bzw. 56,00 km langen Elbe-Havel-Kanal einmünden, öffnete sich ein Blick auf eine Umwelt, Landschaft und Natur, welche einerseits stark vom Menschen geprägt ist, aber andrerseits naturnahe Entwicklungen zulässt und aufzeigt. Dieser Natur- und Landschaftsraum gestaltet sich im erster Grobübersicht als strukturreicher Landschafts- und Naturraum, welcher durch Gehölz-, Wiesen- und Staudenflächen geprägt ist. Dies gilt es durch Ausschluss von intensiver agrarischer Nutzung und damit der Beförderung der alternativen Nutzung als Wiesen, der sukzessiven Entwicklung weiterer Wiesen- und Staudenflächen sowie standortgerechter Wald- und Gehölzbereiche als Lebens- und Rückzugsraum für Fauna und Flora, Produzent und Verbreitungsraum von Kalt- und Frischluft, Ort einer sanften Erholung sowie Teil eines umfassenden Biotop- und Grünverbundes in die großräumige Aue der Elbe mit Bürgerholz bei Burg mit seinem 920,00 ha großen Naturschutzgebiet „Bürgerholz bei Burg“ und ca. 946,00 ha großen FFH-Gebiet „Bürgerholz bei Burg“ (EU-Code: DE 3637-302, Landescode: FFH0040) sowie dem Külzauer Forst als Bestandteil des ca. 4.017,14 ha großen Landschaftsschutzgebietes „Umflutehle-Külzauer Forst“ und des überschneidenden ca. 6.598,00 ha großen FFH-Gebietes “Elbaue zwischen Saalemündung und Magdeburg „ (EU-Code: DE 3936-301, Landescode: FFH0050) FFH0050), welche zudem das 9,00 – 28,00 ha große „Naturschutzgebiet Weinberg“ bei Hohenwarthe.
Ebenfalls bietet sich ein umfassender Grün- und Biotopverbund in das urbane Stadtgebiet von Burg an, wo der Goethepark eine sehr wichtige Rolle unter Einbeziehung von Gärten, Gehölzen, Wiesen- und Staudenbereichen spielen kann. Daraus erwachsen sich vielfältige Nutzen für den Menschen sowie Fauna, Flora und Funga, wozu die Verbesserung klimatischer Faktoren, des Stadt- und Landschaftsbildes ebenso dazugehören, wie die Funktion als Lebens- und Rückzugsraum für die Tier-, Pflanzen- und Pilzwelt. Der Elbe-Havel-Kanal hat folgende offizielle Darstellung, Zitat:
„In Fortsetzung des Mittellandkanals existiert der Elbe-Havel-Kanal als Verbindung der Elbe mit der Havel bei Brandenburg. Er verbindet also den Mittellandkanal, und damit die Industrieregion im Ruhrgebiet, mit den Kanalsystemen Brandenburgs und damit auch Berlin.
Der Elbe-Havel-Kanal startet an der Schleuse Hohenwarthe bei Kilometer 325,6 des Mittellandkanals, die Kilometrierung des MLK wird dabei fortgesetzt. Bei Kilometer 379,0 mündet der Elbe-Havel-Kanal bei Plaue in den Plauer See und damit in die untere Havel. Der größte Teil des 54 km langen Kanals verläuft dabei in Sachsen-Anhalt.“, Zitat Ende
Trotz seiner fehlenden Naturnähe, welche sich in festverbauten Ufern und gerader Gestalt manifestiert, nutzen erfreulicherweise zahlreiche Wasservögel wie zum Beispiel Graugänse, Kormorane, Stockenten, Mehl- und Rauchschwalben sowie Lachmöwen das künstlich gebaute Gewässer. Insbesondere die angrenzenden Waldgebiete sowie angrenzende Stand- und Fließgewässer tragen dazu bei.
Landschafts- und naturzerschneidend sowie massiv verlärmend stellt sich die mit ihren Bauwerken die Elbeaue zerschneidende Bundesautobahn 2 mit ihrer Brücke Hohenwarthe dar. Diese vielfältig massiv störende Verkehrsanlage bringt massiv den landschafts-, natur- und umweltzerstörenden Charakter zum Ausdruck.
Im Gemeindegebiet von Möster verdeutlicht sich die geschützte und schützenswerte Arten- und Strukturvielfalt der Elbaue mit ihren zahlreichen Altverläufen wie Lostauer Alte Elbe mit Verbindungsläufen zu Elbe und Ehle, die 40,00 km lange Ehle mit Nebengewässern und Biederitzer See, die Gerwischer Seenlandschaft sowie Polstrine mit Großgebiet des Biederitzer Busches.
Die mit Beton und Asphalt versiegelten Wege haben zu massiven Zerstörungen und Beeinträchtigungen in dem sehr bedeutsamen Bestandteil der Elbaue geführt. Derartige Wege bilden nicht nur standortfremde, schnell sonnenerhitzte Trennungs- und Gefahrenrräume für Kleinst- und Kleintiere, sondern befördern das Befahren mit Kraftfahrzeugen nach der Fertigstellung solcher Straßen. Zudem ist mit einer Verstärkung bzw. Verschärfung der ohnehin schon gegenwärtig starken Nutzung von Hundehalterinnen und Hundehalter zu rechnen, welche zumeist ihre Hunde unangeleint durch das Schutzgebiet laufen lassen, was u.a. Bodenbrüter und den gesichteten jungen Feldhasen bedrohen. Somit verstärkt sich der Druck – insbesondere zur Brut- und Setzzeit – auf die arten- und strukturreiche Fauna. Die Gefahr von Camping-, Angel- und Partytourismus ist in Erfahrung anderer Abschnitte der Elbaue nicht zu vernachlässigen. Die zunehmende Raserei durch Fahrerinnen und Fahrer von technisch weit fortgeschrittenen Fahrrädern erhöhen die Unfallgefahren und gefährden die wegquerende Tierwelt. Nach Auffassung des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – gilt es den geschützten Teil der Elbaue vor solchen Eingriffen zu verschonen. In dem Zusammenhang weist der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – darauf hin, dass das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) zur aktuellen täglichen Neuausweisung von Siedlungs- und Verkehrsflächen in der Bundesrepublik Deutschland folgendes angibt, Zitat: „Ausweislich der amtlichen Flächenstatistik des Bundes wurden in Deutschland im Vierjahresmittel 2019 bis 2022 jeden Tag rund 52 Hektar als Siedlungsflächen und Verkehrsflächen neu ausgewiesen. Dies entspricht einer Fläche von circa 72 Fußballfeldern täglich. Damit nahm der Flächenverbrauch nach einem Anstieg im Vorjahreszeitraum (55 Hektar) nun wieder geringfügig ab. 37 Hektar der Flächenneuinanspruchnahme entfielen auf den Bereich Wohnungsbau, Industrie und Gewerbe sowie öffentliche Einrichtungen, 12 Hektar auf Sport-, Freizeit- und Erholungs- sowie Friedhofsflächen. Insgesamt machten Flächen für Siedlung und Verkehr in Deutschland im Jahr 2022 14,5 Prozent, das heißt etwa ein Siebtel der Gesamtfläche aus. Die Siedlungs- und Verkehrsfläche darf nicht mit „versiegelter Fläche“ gleichgesetzt werden, da sie auch unversiegelte Frei- und Grünflächen enthält. Nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes sind etwa 45 Prozent der Siedlungs- und Verkehrsfläche versiegelt.“, Zitat Ende Ferner ist folgendes ausgeführt, Zitat: „In der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie hat sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt, den täglichen Zuwachs an Siedlungs- und Verkehrsfläche in Deutschland von heute rund 52 Hektar pro Tag bis zum Jahr 2030 auf unter 30 Hektar pro Tag zu reduzieren, um bis zum Jahr 2050 einen Flächenverbrauch von netto Null im Sinne einer Flächenkreislaufwirtschaft zu erreichen. Dabei geht es auch um den Schutz und die Erhaltung landwirtschaftlicher Flächen.“, Zitat Ende
Das ergibt im Jahr einen Flächenverbrauch im Umfang von 18.980,00 ha. Im Vergleich dazu hat die Stadt Wanzleben-Börde eine Fläche von 18.150,00 ha = 181,15 km².
Daher sind alle neuen Flächenverbräuche in unverbauten Teilen von Umwelt, Natur und Landschaften endlich zu unterlassen und stattdessen Rückbau- und Flächenentsiegelungsmaßnahmen anzugehen.
Das Gesamtgebiet der Auen von Elbe und Polstrine im Großgebiet des Biederitzer Busches lässt sehr gute Möglichkeiten naturnaher Entwicklungsmöglichkeiten erkennen. Abgesehen von der Freihaltung der Wiesen – beispielsweise im Bereich Watershorn, Uxthorn, Langes und Schwarzes Loch – zeigt die naturnahe Entwicklung der Auenwaldstrukturen das sehr große Verjüngungspotential, den Erhalt und Schutz der vielschichtigen Auenwaldstrukturen mit seinen Altbaumbeständen der Stieleiche und Schlenken sowie die strukturelle Vielfältigkeit auf. Diese Entwicklung gilt es unbedingt beizubehalten. In dem Blickfeld betrachtet, nahmen die Mitglieder der Exkursionsgruppe die Folgen der umfassenden und massiv baulichen Eingriffe Bauarbeiten zur „Hochwasserschadenbeseitigung“ am Herrenkrugdeich an der Nahtstelle zwischen Park Herrenkrug und Blumenthalswerder auf. Neben den massiven Eingriffen in den sehr wertvollen und vielfältigen Gehölzbestand des Hartholzauenwaldes im südlichen und mittleren Bereich des Biederitzer Busches sowie des Blumenthalswerder und Herrenkrugparkes, erscheint es nicht nachvollziehbar, warum große Teile des Auengebietes vom Hochwasser abgetrennt sein sollen. Hinzu kommen die massiven Flächenversiegelungen mit Beton und Asphalt. Hier ist ein massives Umdenken in Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit dringend vonnöten. In dem Zusammenhang hält es der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – für dringend geboten den Bestand des Deiches in dem Abschnitt auf den Prüfstand zu stellen, da er neben des Verlustes von Retentionsflächen einen massiven Rückstau von Hochwasser in Richtung Golfplatz und Pferderennbahn hervorrufen kann. Im Gesamtverlauf der Auen zwischen Burg und Magdeburg – so auch im Bereich der Alten Elbe in Höhe Kleiner Cracauer Anger – waren große Aktivitäten von Insekten festzustellen. Dies unterstreicht die Bedeutung der vielfältigen schützenswerten und geschützten Auenlandschaft mit seinen Stauden, Gehölzen und Wiesen. Erschreckend stellen sich Aktivitäten und Folgen zum massiven Neubau der Kaiser-Otto-Brücke dar, welche nun südwestlich der bestehenden Anna-Ebert-Brücke die Elbaue und das Stadtgebiet mit dem riesigen Bauwerk zerschneidet sowie verbunden mit Lärm, Abgasen und Feinstaubbelastung das Stadtbild auch optisch schädigt. Sie ist Ausdruck einer verheerenden Verkehrs- und Umweltpolitik, welche rücksichtslos auf Motorisierten Individualverkehr und Straßengüterverkehr und einer dementsprechenden Planungs- und Baupolitik. Eine zukunftsfähige Politik und Planung ist so keinesfalls zu bewerkstelligen. Der zukunftsfähige Ansatz von Verkehrsvermeidung, Förderung von Öffentlichem und Schienenpersonennahverkehr, Schienenfernverkehr für Personen und Güter sowie der Freihaltung und Freiräumung von Umwelt, Natur, Landschaften und urbaner Räume sind leider nicht erkennbar. Dies ist im eben auch insbesondere im Bereich von Alter Elbe und Stromelbe deutlich eine jahrzehntelange bauliche Prägung des Flussgebietes erkennbar, welche vorrangig im Westuferbereich von Nord nach Süd mehr oder wenig flächendeckend ersichtlich ist. Somit sind der Elbe nicht nur wertvolle Natur- und Landschaftsbestandteile, sondern auch Überflutungsräume verlorengegangen. Während die bauliche Wiederherrichtung des alten Siels Mauseturm durchaus zu begrüßen ist, sind die anderen Arbeiten, einhergehend mit massiven Zerstörungen von Natur und Landschaft der Elbaue, vollkommen inakzeptabel, da damit großflächig zerstörerische Eingriffe in Gehölz-, Wiesen- und Hochstaudenbestände sowie das Landschaftsbild verbunden sind. Die umfangreiche Erweiterungsbaustelle befindet sich störend bzw. zerstörend in dem Überflutungsraum der Elbe, im FFH-Gebiet 0174_LSA Stromelbe im Stadtzentrum Magdeburg und im Landschaftsschutzgebiet „Mittlere Elbe“ (LSG_0023MD_). Die Eingriffe beziehen sich ebenfalls auf den Weg „Zum Mäuseturm“. Dort erfolgten zum Beispiel Zerstörungen an den Wegrändern und Aufschüttungen in Richtung Prester See. Dabei sind deutlich erkennbare Schädigungen und Zerstörungen an den Gehölz-, Wiesen- und Hochstaudenbeständen eingetreten. Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – fordert in dem Zusammenhang den sofortigen Stopp der Bauarbeiten sowie den Rückbau aller Neubauten und Aufschüttungen sowie die Ermittlung und Bestrafung der Verantwortlichen.
Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – sieht in der Konstellation die dringende Notwendigkeit sich verstärkt für den Schutz, den Erhalt und Entwicklung der Auenlandschaften im Raum zwischen der Stadt Burg und Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt Magdeburg und deren Umland einzusetzen bzw. einzubringen. Dabei ist sich der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – der Entwicklungspotentiale sehr bewusst, welche es nun gilt verstärkt zu nutzen. Dazu zählen zum Beispiel die Wiederanbindung von Altauen an das Hochwasserregime des Flusssystems der Elbe, Beendigung und Rückbau von Verbauungen, Aufschüttungen, Bodenversiegelungen, Ufer- und Sohlbefestigungen, Prüfung der besseren Wiederanbindung von Altverläufen an das Gesamtflusssystem sowie nicht zuletzt der Erhalt und die Ausweitung von Biotop- und Grünverbundräumen. Dazu können nach Ansicht des Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – ganz besonders die Fließgewässersysteme von Ehle, Sülze, Eulengraben, Klinke, Schrote, Olvenstedter Röthe und von Großer Sülze beitragen, welche von Westen aus dem Landkreise Börde kommend in die Elbe einmünden. Hier gilt es neben der Beachtung der zahlreichen europäischen und nationalen Schutzgebiete ebenfalls die RICHTLINIE 2000/60/EG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 23. Oktober 2000 zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Wasserpolitik, insbesondere bei der Artikel 1, 2, 4 und 5 schließen derartige Zerstörungsaktivitäten aus, zu berücksichtigen.
Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – hält die Erstellung einer flächendeckenden, wissenschaftlich fundierten Schutz- und Entwicklungskonzeption an. Eine Einbindung aller wissenschaftlichen Einrichtungen erscheint hier dringend geboten. Ferner sieht der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – die dringende Notwendigkeit der Förderung der Umweltbildungsarbeit und ruft in dem Zusammenhang verstärkt zu einer Wiederentstehung und Entwicklung sowie des Betriebes eines Umwelt- und Naturschutzbildungszentrums Schloss Randau auf. Der ehrenamtliche und gemeinnützige Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – beabsichtigt zum Schutz, zum Erhalt und zur Entwicklung der sehr bedeutsamen und ebenso vielfältigen Auenlandschaft zwischen Burg und Magdeburg seine Kenntnisse und Erfahrungen einbringen. In dem Zusammenhang möchte der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – Interessenten einen Raum geben sich für diese Ziele einzusetzen. Dazu strebt der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – die Bildung einer Regionalgruppe Burg-Möster-Biederitz-Magdeburg-Schönebeck an.
Wer sich ebenfalls für den Schutz, Erhalt und Entwicklung dieser sehr arten- und strukturreichen sowie vielfältigen Auenlandschaft einsetzen möchte, wende sich bitte an folgende zentrale Kontaktmöglichkeit:
Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA Große Klausstraße 11
Bäume und Sträucher dienen als Sauerstoffspender und Wasserspeicher, verbessern den Gehalt an Luftfeuchtigkeit, bieten zahlreichen Tieren und Pilzen Lebensraum und Nahrung, filtern Kohlendioxid, Feinstaub, Ruß und Ozonsmog aus der Luft sowie spenden Schatten. Sie tragen somit entscheidend zur Verbesserung des Klimas bei. Jedoch stellt die am 11.05.2005 gebildete Initiative „Pro Baum“ immer wieder fest, dass Bäume und Sträucher, also Gehölze, sehr schnell der Säge oder anderen Gerätschaften zum Opfer fallen. Als Beispiel seien die Massenabholzungen am Gimritzer Damm/Heideallee, am Steintor, in der Mansfelder Straße, an der Hangfläche von Unterberg und Kapellengasse, am Universitätsring etc. genannt. Gegenwärtig bedroht sind u.a. weitere Gehölzbestände am Ufer des Hufeisensee für asphaltierte Wege und anderen Ausbauaktivitäten sowie im Zuge des angedachten Vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 180 „Große/Kleine Brauhausstraße“. Ebenso sehr bedrohlich sind beispielsweise die massiven Schnittarbeiten an einer Stieleiche im weitläufigen Kreuzungsbereich von Kreuzvorwerk und Ernst-Grube-Straße. Hinzu kommen immer wieder Fällungen von Privatpersonen und -organisationen, welche es nicht so genau und wichtig nehmen mit dem Gehölzschutz. Dazu zählt auch der unachtsame Umgang mit der Rosskastanie auf der Fläche zwischen Mansfelder Straße und Tuchrähmen, welche in Folge eines Sturms in der vergangenen Aprilwoche etwa ein Viertel der Krone verloren hat. Ein entscheidender Grund ist der Bestand als ungeschützter Solitärbaum. Hier bekräftigt die Initiative „Pro Baum“ den dringenden Vorschlag an dem Standort inmitten der Stadt Halle (Saale) und im Einzugsgebiet der Saaleaue die Entwicklung bzw. Errichtung eines Parks mit Wiesen, Gehölzbeständen und Aufenthaltsmöglichkeiten anzugehen und zu verwirklichen. Eine ökologische und städtebauliche Aufwertung ist damit garantiert. Darüber hinaus hält die Initiative „Pro Baum“ weiterhin bzw. verstärkt die Erstellung einer wissenschaftlich fundierten Schutz- und Entwicklungskonzeption für den halleschen Gehölzbestand für dringend erforderlich, welche zum Beispiel den aktuellen Bestand und Zustand, Maßnahmen zu deren Schutz, Erhalt und Weiterentwicklung, die Einbindung der Bevölkerung und Stadtgesellschaft sowie die Erstellung einer darauf abgestellten Gehölzschutzsatzung im Blick haben muss. Als Partner können dabei die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH – UFZ sowie die Hochschule Anhalt fungieren. Jedoch die Stadt Halle (Saale) geht rechtlich und praktisch einen anderen Weg. Die nunmehrige hallesche Baumschutzsatzung trägt keinesfalls zum angemessenen Schutz und Erhalt von Bäumen und Sträuchern bei. In der Zeit voranschreitender, umfassenderer und zunehmender Bedrohung von Gehölzen, verlangt die AfD-Fraktion im halleschen Stadtrat eine weitere Lockerung der ohnehin sehr laschen Baumschutzsatzung der Stadt Halle (Saale). Diese derartige Verantwortungslosigkeit bringt zum Ausdruck, wie es bei der Partei mit dem Schutz und Erhalt von Umwelt, Natur und Landschaften bestellt ist. Statt noch eine weitere Verwässerung der halleschen Baumschutzsatzung anzustreben, fordert die Initiative „Pro Baum“ die Erstellung und den Beschluss einer Gehölzschutzsatzung. Die Initiative „Pro Baum“ hat dazu bereits am 29.10.2007 und am 21.08.2022 entsprechende Vorschläge unterbreitet.
Die Stadt Halle (Saale) wäre zudem nicht die erste Kommune, welche dann eine Gehölzschutzsatzung vorzuweisen hat. Ein Beispiel dafür ist die sächsische Landeshauptstadt Dresden, wo bereits im Jahr 1995 der Stadtrat eine Gehölschutzsatzung beschlossen hatte.
Nach Auffassung der Initiative „Pro Baum“ ist es sehr begrüßenswert, wenn sich laut verschiedenen Medienberichten, der Beigeordnete für Stadtentwicklung, Umwelt und Sicherheit der Stadt Halle (Saale) René Rebenstorf so massiv verbal für den Schutz von Bäumen einsetzt und dabei darauf hingewiesen haben soll, dass diese nicht nur Privatangelegenheit seien. In dem Zusammenhang ist dann aber für die Initiative „Pro Baum“ vollkommen unverständlich, warum René Rebenstorf dann immer wieder die Bedrohung von Mietergärten im Wohngebiet Elsa-Brändström-Straße Nummern 206 – 215/Ecke Robert-Koch-Straße 1 durch Planungen des Vorstandes der Wohnungsgenossenschaft Halle-Süd e.G. auf einer Fläche mit ca. 165,00 m Länge x ca. 15,00 m Breite = ca. 2.475,00 m² =ca. 0,25 ha etwa 35,00 neue Stellplätze insbesondere für Personenkraftfahrzeuge (PKW) zu errichten und dafür den ausgeprägten Gehölz- und Wiesenbestand ersatzlos zu beseitigen, zur Privatsache erklärt. Mit dieser Auffassung findet er momentan leider massiv Rückdeckung beim halleschen Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt. Hier fordert die Initiative „Pro Baum“ ebenfalls ein konsequentes Handeln zum Schutz, zum Erhalt und zur Entwicklung der Mietergärten im Wohngebiet Elsa-Brändström-Straße Nummern 206 – 215/Ecke Robert-Koch-Straße 1. In dem Zusammenhang verweist die Initiative „Pro Baum“ auf die gemeinsam mit dem Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – am Mittwoch, dem 20.05.2026, um 18:00 Uhr gestarteten Abendexkursion unter der Überschrift „Mietergärten bewahren, statt befahren!“ und die dazugehörige Presseerklärung.
Ferner unterstützt die Initiative „Pro Baum“ den „Spendenaufruf zum Erhalt der historisch gewachsenen Gehölz-, Wiesen- und Mietergartenfläche im Hinterhof der Elsa-Brändström-Straße 206 – 215 und Robert-Koch-Straße 1“ sowie die Petition „Mietergärten bewahren statt befahren!“
Im Rahmen ihres 145. Treffen am Montag, dem 27.07.2026, beabsichtigt die Initiative „Pro Baum“ das Ansinnen der AfD-Fraktion im halleschen Stadtrat zur weiteren Verwässerung von Halles Baumschutzsatzung zu beraten sowie selbstverständlich den Schutz, den Erhalt und die Entwicklung der Gehölze in der Saalestadt zu thematisieren. Das siebte Treffen der Initiative „Pro Baum“ im Jahr 2026 am 27.07.2026 beginnt 19.00 Uhr und der Veranstaltungsort ist der Versammlungsraum des Reformhauses Halle in der Großen Klausstraße 11 in 06108 Halle (Saale).
In dem Zusammenhang ruft die Initiative „Pro Baum“ die Bevölkerung zur Mitwirkung zum Schutz, Erhalt und Erweiterung des Stadtgrünes in der Stadt Halle (Saale) auf.
Wer mehr zu den Aktivitäten der Initiative „Pro Baum“ erfahren möchte, kann sich dazu an folgende Anschrift wenden:
Initiative „Pro Baum“ c/o Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345 – 200 27 46 E-Mail: aha_halle@yahoo.de
Andreas Liste, Gartenbauingenieur vorsitzendes Mitglied des Sprecherrates
Samstag, den 18.07., um 10.00 Uhr Arbeitseinsatz auf der Streuobstwiese „Am Landhaus“ Treffpunkt: Pension „Landhaus“ Dessau
Am 08.12.2015 haben sich erfreulicherweise die Stadt Dessau-Roßlau und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – auf die Übernahme der Pflege und Betreuung ab 01.01.2016 für die Streuobstwiese am Landhaus am Naturschutzgebiet Untere Mulde durch den Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – verständigt. In Folge dessen hatte der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – mit großer Freude und großem Dank einen Zuschuss der Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt zur Förderung von Maßnahmen zum Schutz, Pflege und Betreuung der Streuobstwiese Am Landhaus in der Stadt Dessau-Roßlau beantragt und erhalten. Mit der Förderung durch die Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt besteht nun die Basis, in Absprache mit der unteren Naturschutzbehörde der Stadt Dessau-Roßlau, konkret die Pflege- und Betreuungsmaßnahmen durchzuführen. Somit bildet nunmehr die vollständige praktische Umsetzung der Pflege- und Nutzungsabsprachen zwischen Stadt Dessau-Roßlau und Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – für die ca. 1,8 ha große Streuobstwiese „Am Landhaus“ in der Unteren Muldeaue einen besonderen Arbeitsschwerpunkt der im Juni 2019 vom Umweltbundesamt gemäß § 3 Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz – UmwRG anerkannten Umwelt- und Naturschutzvereinigung. Nunmehr ist der nächste und vierundsechzigste öffentliche Arbeitseinsatz auf der Streuobstwiese am Landhaus am Samstag, dem 18.07.2026, geplant. Dabei sind insbesondere Pflege- und vereinzelte Mahdarbeiten vorzunehmen. Interessenten sind selbstverständlich recht herzlich willkommen. Der Arbeitseinsatz findet grundsätzlich bei jedem Wetter statt. Deshalb sind wetterfeste Kleidung und entsprechend angemessenes Schuhwerk angebracht. Ferner empfiehlt es sich Rucksackverpflegung – Essen und Trinken – mitzunehmen. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr.
Treff ist 10.00 Uhr am Eingang Landhaus, Am Landhaus 1 in Dessau-Roßlau. Wer noch mehr zu dem Arbeitseinsatz, zur Betreuung der Streuobstwiese am Landhaus am Naturschutzgebiet Untere Mulde sowie zu den generellen Aktivitäten des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – erfahren möchte, wende sich bitte an folgende Kontaktmöglichkeit:
Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA Ortsgruppe Dessau-Roßlau